Mit Blaulicht durch den Landkreis – aber sicher!

Kreisfeuerwehrverband Bad Kreuznach informiert seine Mitglieder über das Fahren mit Sonder- und Wegerechte bei Einsatzfahrten

BAD KREUZNACH – Die Feuerwehr soll schnell an der Einsatzstelle sein und Hilfe leisten, hierzu hat der Gesetzgeber der Feuerwehr, aber auch anderen Hilfsorganisationen, in der Straßenverkehrsordnung besondere Rechte eingeräumt.
 
Diese Rechte erlauben es den Feuerwehrangehörigen von Regelungen der Straßenverkehrsordnung abweichen zu dürfen. Dies birgt aber auch einige Gefahren mit sich. So veranstaltete der Kreisfeuerwehrverband Bad Kreuznach eine Infoveranstaltung im Feuerwehrgerätehaus Bad Kreuznach um die Feuerwehrangehörige über dir Rechte aber auch Pflichten, welche sie bei Inanspruchnahme von Sonder- und Wegerechte zu informieren.
 
Als Referenten lud der Kreisfeuerwehrverband Rechtsanwalt Merk sowie Matthias Giselbrecht (Feuerwehr Bad Sobernheim / Polizei Bad Kreuznach) ein. Diese gingen auf dieaktuelle Rechtslagen ein. Anhand von Beispielen erläuterte Matthias Giselbrecht, wie sich die Fahrzeugführer verhalten müssen, wenn Sie mit Blaulicht und Martinshorn unterwegs sind.
 
Wenn die Feuerwehr die Sonder- und Wegerechte in Anspruch nehmen wollen, beispielsweise über eine rote Ampel fahren, oder gegen die Einbahnstraße, geht dies nur mit Blaulicht und Martinhorn.
 
Rechtsanwalt Merk wies auch auf die Pflichten der anderen Verkehrsteilnehmer hin. So müssen diese beispielsweise unverzüglich Platz schaffen, wenn diese ein Fahrzeug mit Martinhorn hören. Ebenso wies er noch mal auf die Regelung von Bildung einer Rettungsgasse hin. Verkehrsteilnehmer welche nicht umgehend Platz schaffen oder keine Rettungsgasse bilden können inzwischen mit einer sehr hohen Geldstrafe bestraft werden. Das Bilden einer Rettungsgasse ist sofort bei Bildung eines Staus einzuleiten.
 
Im Anschluss konnten die rund 60 anwesenden Feuerwehrangehörige noch offene Fragen stellen, auf die gerne eingegangen wurde.
 
Als Abschluss der Veranstaltung informierte Werner Andrae, Waldböckelheim, von der RWE, noch über die Gefahren bei Bränden in Trafostationen oder Netzumspannstationen.